Geschichte des Inline Skates

Der belgische Musikinstrumentbauer und Mechaniker John Joseph Merlin war die Attraktion auf dem Londoner Maskenball im Jahre 1760, als er auf „Rollschuhen“ lief und dabei Geige spielte. Mit seinen Schlittschuhen, an denen er zwei Metallrädchen befestigt hatte, krachte er in einen übermannshohen kostbaren Kristallspiegel, weil er schlicht vergessen hatte, seine Zauberschuhe mit einem Stopper zu versehen.

Reifenrollschuh

Im Laufe der Jahrzehnte entstanden immer wieder neue Rollschuh-Konstruktionen, die dem Prinzip folgten, zwei, drei oder mehr Rollen in einer Reihe anzubringen. Die ersten Inline-Skates waren aber allesamt mangels Lager recht langsam, schwer zu bremsen und sehr wackelig, da sie mit normalen Schuhen gefahren wurden.

Nachdem 1863 ein New Yorker seine neue Erfindung vorstellte, Rollschuhe auf vier Holzrädern, zwei vorn und zwei hinten, jeweils an starren Achsen befestigt und hartgummigelagert, schien das endgültige Aus für die Inline-Idee gekommen.

Die Dresdner Gummiwarenfabrik „Baeumcher & Co.“ hatte die Idee, als sie im Jahre 1894 unter einer stabilen Stahlsohle zwei hintereinander laufende und mit einem pneumatischen Gummireifen versehene Räder montiert, die sich in Kugellagern bewegen. Zum einen waren zwei Filzriemen an der Beinschiene befestigt, um den Fuß am Rollschuh zu befestigen und zum anderen wurde die Stiefelsohle durch zwei Stahlbacken am Schlittschuh festgehalten. Diese patentierte Erfindung ermöglichte es „durch das Nachahmen der Bewegung des Schlittschuhlaufens auf günstigem Terrain (Chausee, glattes Pflaster, Asphalt) dahin zu eilen“.

Rollschuhmodell 1898

Nachdem nun wieder einige Jahrzehnte vergangen waren, ließen 1960 russische Rollschnellläufer die Inline-Idee wieder aufleben. 1979 schaffte ein amerikanischer passionierter Eishockeyspieler endlich den Durchbruch mit der ersten Serienproduktion von Inline-Skates, die er „Rollerblade“ nannte.

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(Quelle: Klaus Gertoberens: Sächsische Erfindungen. Edition Sächsische Zeitung SAXO´Phon GmbH, 2011, S. 89-91)

Dresden ist die Geburtsstadt der Inline-Skates, so wie wir sie heute kennen. Demzufolge sind wir auch besonders stolz darauf die erste Stadt in Deutschland zu sein, wo das Nachtskaten stattfand. Wir freuen uns auf eure Teilnahme, wenn es wieder heißt: „Dresden skatet“.

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